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Musik Wurzel Weihnachtskonzert – eine Nachlese

Am 22.12.2023 veranstaltete Karolin Wurzel, ihres Zeichens Musiklehrerin in Gefrees, ein Weihnachtskonzert mit ihren Schülern und den Kindern aus der musikalischen Früherziehung vom Gesangverein in der Notenbank in Streitau.
Aufgrund dessen habe ich mich mit Karolin Wurzel zu einem Interview und einer guten Tasse Kaffee getroffen. Ich hätte nicht gedacht, dass so viel Arbeit da drin steckt, aber lest selbst.

Hallo Karolin, schön, dass du Zeit hast.
Sehr gerne. Gut, dass wir uns in der Ferienzeit treffen, sonst ist es mit der Zeit recht knapp.

Erzähl doch mal. So ein Konzert muss ja wohl vorbereitet werden. Ich denke, gerade mit den Kindern ist es doch sehr umfangreich.
Das stimmt. Es fängt schon damit an, dass man die passende Musik aussuchen muss. Für dieses Konzert natürlich Weihnachtsmusik für Klavier, Block- und Querflöte. Hier muss man aber sehr gut darauf achten, dass es Musik ist, die von den Kindern auch gespielt werden kann. Hat man alles zusammen, müssen viele Noten für die Instrumente selbst herausgehört und aufgeschrieben werden.

Und was machst du dann mit den Kindern?
Mit den Einzelschülern werden die Songs Wochen vorher geübt, sodass sie ein bis zwei Wochen vor dem Konzert gut und fehlerfrei vorgetragen werden können. Bis zum Weihnachtskonzert wurde dann noch an Dynamik und Artikulation gearbeitet.

Die Kinder aus der musikalischen Früherziehung leite ich seit wenigen Monaten. Da der Andrang so groß war, wurden es statt einer geplanten Gruppe sogar zwei. Also zwei Gruppen mit denen ich wöchentlich singe, txanze, Instrumente spiele und auch einfache theoretische Inhalte spielerisch mit einbaue. Diese Kinder sind zwischen 3 und 6 Jahre alt. Für das Weihnachtskonzert haben wir vier weihnachtliche Lieder eingeübt, eines davon mit Bewegungen. Zwei Lieder wurden sogar von einer Klavierschülerin begleitet.

Das klingt spannend. Was gab es denn sonst nach an Arbeit?
Na ja, ich musste mit dem Gesangsverein Streitau klären, wann ´genau das Konzert stattfinden soll. Vor Ort mussten auch noch die Instrumente platziert und andere Dinge wie Ausleuchtung, Technik erledigt werden. Schwierig ist es auch, organisatorisch alle unter einen „Hut“ zu kriegen.

War das dann alles? Das Konzert musste doch auch bekanntgemacht werden?
Ich habe natürlich das Programm geschrieben und drucken lassen, bekannt gemacht musste allerdings nichts gemacht werden, da es eine rein private Veranstaltung für mich und die Kinder sowie deren Familien war.

Und dann ging’s auf die Bühne?
Nein, erstmal nicht. Bevor das Konzert stattfand, gab es einen Tag vorher noch mit allen Beteiligten eine Generalprobe.

Aber dann ging’s dann doch endlich auf die Bühne.
Richtig. Aber vorher mussten alle, die Kinder und auch ich, unser Lampenfieber in den Griff kriegen. Für fast alle war es ja das erste Mal, dass sie auf einer Bühne stehen und spielen und das auch noch vor 150 Leuten!

Und dann? Also als das Kontert vorbei war?
Ich kann erstmal nur eins sagen. Bravo. Bravo!!!
Es kam ein toller Applaus, den sich auch alle verdient hatten. Viele haben sich in vielen Gesprächen noch persönlich bedankt. Dadurch haben die Kinder und ich sehr, sehr viel Wertschätzung erfahren. Teilweise gab es dann auch noch Geschenke. Autogramme mussten sie aber nicht geben. Vielleicht beim nächsten Mal (grinst).

Was nimmst du persönlich von dem Abend mit?
Vor allem, dass es ein ganz besonderer Nachmittag war. Das sich die immense Arbeit gelohnt hat.
Ich persönlich war sichtlich gerührt, was „meine“ Kinder da an den Start gebracht haben. Ich plane für Weihnachten 2024 schon das nächste Konzert. Auch wenn ich weiß, dass dann wieder viel Arbeit vor der Tür steht. Aber wenn man dann in die Augen der Kinder schaut, weiß ich, dass es sich lohnt.

Möchtest du noch was loswerden?
Ja, auf jeden Fall. Ab Januar 2024 wird der Verein von der BMCO Bundesmusikverband Chor & Orchester e.V. gefördert. Das Programm „Musik für alle!“ richtet sich an Kinder und Jugendliche zwischen 3 und 18 Jahren, die in verschiedenen Risikolagen aufwachsen und bisher keinen oder nur geringen Zugang zur Musik haben. An dieser Stelle ganz lieben Dank dafür. Ganz besonders möchte ich dem Gesangverein danken, der so viel Arbeit in die ganze Sache steckt und den Kindern all das möglich macht. Auch das gesamte Weihnachtskonzert war nur Dank der vielen freiwilligen Helfer aus dem Verein möglich.

Dann sag ich mal Danke für das nette Gespräch und den guten Kaffee.
Der Dank ist ganz meinerseits.

Wer sich mehr über Karolins Arbeit informieren möchte, kann einen Artikel über sie hier nachlesen.
Sehr empfehlenswert. (Anm.d.R.)

Alle Bilder: © BettiFoto, Bettina Feulner

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